Feb 12

Juhu, eine Freistunde – das ist die Reaktion eines Schülers auf eine Unterrichtsstunde die ausfällt, weil der Lehrer krank ist und niemand da ist, um die Vertretungsstunde zu halten. Doch bei einer Freistunde bleibt es oft nicht. Unterrichtsausfälle haben bedenkliche Ausmaße angenommen. Von tausenden nicht stattfindenden Schulstunden spricht die Welt. Zu den Freistunden, die entstehen, weil ein Lehrer erkrankt ist oder sich Elternzeit nimmt, kommt der seit Jahren bestehende Mangel an Fachlehrern.\r\n\r\nBayern greift jetzt durch, um den Ausfall wertvoller Unterrichtszeit einzudämmen: Lehrer sollen verpflichtet werden, vormittags anwesend zu sein, unabhängig davon, ob sie unterrichten müssen oder nicht. Ob eine derartige Vertretungsstunde dann ein angemessener Ersatz ist, ist eine berechtigte Frage. Denn wenn ein anwesender Lehrer spontan einspringt, kann es sich um ein Fach handeln, in dem er eigentlich nicht unterrichtet. Außerdem ist er eventuell weder mit der Klasse und ihrer Dynamik, noch mit dem aktuellen Lernstoff vertraut. Vertretungsstunden haben eben auch ihre Tücken. Besonders bedenklich wird es, wenn eine Lehrkraft über einen längeren Zeitraum ohne gleichwertigen Ersatzunterricht fehlt. Dann leiden darunter auf lange Sicht die Schüler. Schnell wird aus der wochenlangen Lücke im Stundenplan eine Wissenslücke, die Schüler in darauf folgenden Schuljahren benachteiligt. Die ein oder andere Freistunde ist sicher ein Grund zur Freude, doch wenn das Lernen dabei auf der Strecke bleibt, ist das sicher nicht im Interesse der Schüler.


Feb 04

Für viele Schüler ist es der schlimmste Moment des Tages: Der Morgen. Der Wecker klingelt. Draußen ist es noch stockfinster. Gähnend schleppt man sich in den Unterricht. Oft mit dem Spitznamen Morgenmuffel bedacht, kann man den ersten Schulstunden kaum geistig folgen. Gibt es für solche Startschwierigkeiten vielleicht eine biologische Ursache?\r\n\r\nDie Antwort der Wissenschaft ist klar: Unsere Leistungsfähigkeit ändert sich über den Tagesverlauf. Die meisten Menschen sind zwischen 11 und 12 bzw. 14 und 15 Uhr am leistungsfähigsten, erklärt ein Gesundheits- und Bildungsforscher im Focus-Interview. Dass die Schule so früh startet, ist für die meisten Kinder also wirklich anstrengend, denn erst Stunden später sind sie geistig in Topform.\r\nSind Schulaufgaben und Abfragen morgens um acht also eine Garantie für schlechtere Noten? Ganz so schwarz-weiß verhält es sich mit dem Biorhythmus dann doch nicht. Die meisten Menschen sind in der genannten Zeit zwar geistig auf dem Höhepunkt, doch das bedeutet nicht, dass mit dem Gehirn zu den restlichen Tageszeiten gar nichts anzufangen ist. Außerdem passen natürlich nicht alle Leistungskurven exakt in diese Zeitfenster. Der zeitliche Rahmen ist vielleicht eher ein interessanter Orientierungspunkt, um herauszufinden, zu welcher Tageszeit man selbst am effektivsten lernen kann.


Jan 28

Gamification heißt ein neuer Lerntrend: Auf der Internationelen Fachmesse LEARNTEC, die Anfang Februar in Karlsruhe stattfindet, stellt dieser neben MOOCs und mobilem Lernen einen Schwerpunkt der Messe dar (vgl. hier). Bei Gamification werden spieltypische Bausteine wie Highscores oder Bonuspunkte außerhalb ihres üblichen Umfeldes eingesetzt. Weil immer mehr Studien dem Spielen, insbesondere dem Strategiespielen, das Fördern von Problemlösungsfähigkeiten und kreativem Denken attestieren, werden Unternehmen auf das Segment aufmerksam. So kommt es zu Neuerscheinungen wie Bewerbungs-Apps oder Branding Games, berichtet Spiegel Online. Auch Lernsoftwares können durch spielerische Elemente ‚gamifiziert‘ werden: BRAINYOO zeigt z.B. wie bei einem ‚Quest‘ im Spiel an, welche Karteikarten wann zu lernen sind. Eine spannende Image-Wende also für eine Freizeitbeschäftigung, die doch so lange als sinnlose Zeitverschwendung abgetan wurde.


Jan 22

Sie faszinieren vor allem dann, wenn sie menschliche Züge und Verhaltensweisen annehmen: Roboter. Auch beim Wettbewerb Robo-Cup beeindruckten tanzenden „Maschinenmenschen – doch wie ist es umgekehrt? Wie reagieren wir, wenn ein Mensch sich „roboterartig“ programmiert, einstudiert und choreographiert verhält? Es löst wohl eher Skepsis aus, als dass es  beeindruckt. Mit diesem Thema beschäftigt sich jetzt ein Focus Artikel, in dem von krampfhafter, geschauspielerter Rhetorik abgeraten wird. Die Techniken wirken häufig auswendig gelernt, sodass sie eher das Gegenteil von dem bewirken, was sie sollten. Statt Vertrauen und Selbstsicherheit kommen beim Gegenüber Fragen auf: Ist diese Person vertrauenswürdig? Lügt sie vielleicht? Oder ist sie nur nervös? Wir merken nämlich ziemlich schnell, ob man uns etwas vormacht. Der vermeintliche Rhetorik-Experte wirkt dann gerade wegen seines Trainings wenig glaubwürdig. Um zu überzeugen, so der Artikel, ist nämlich nicht die perfekt erlernte Gestik, sondern Vertrauen der Schlüssel. Dies entsteht zum Beispiel, wenn man wirklich an dem Gesprächspartner und dem, was er sagt, interessiert ist. Es gilt also die alte Regel: Ehrlich währt am längsten.


Jan 14

Für berufstätige Mütter in Deutschland zeigt sich – Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen ist nach wie vor nicht so einfach. Zum Beispiel ist ein gewünschter Wechsel aus der Teilzeit in die Vollzeit in der Praxis oftmals nicht möglich (vgl. hier). Andere Länder wie Frankreich scheinen da trotz höherer Geburtenrate fortschrittlicher zu sein, betont ein Bericht des Verbandes berufstätiger Mütter. Er fragt auch, ob die kulturellen und geschichtlichen Unterschiede Deutschland und Frankreichs sich bis in die Politik auswirken. Das würde bedeuten, dass die Deutschen in ihren Rollenbildern einfach zu konservativ und festgefahren sind, um eine optimale Umgebung für berufstätige Mütter bzw. Väter (Hausmänner) zu schaffen. Organisationen wie der Verband berufstätiger Mütter versuchen, zu informieren und die Diskussion rund um Familie und Beruf lebendig zu halten – vielleicht auch, weil Lösungsansätze aus der Politik nur sehr langsam kommen. Das Europäische Zentrum für Arbeitnehmerfragen schreibt: „Die Frage der Beziehung zwischen Familien- und Berufsleben […] bildet seit mehr als zehn Jahren eines der wichtigsten Elemente der europäischen Politik“ (vgl. hier). Klingt gut – doch dabei bleibt die Frage, ob dies Familien ohne gesicherten Kita-Platz weiterhilft.


Jan 07

Einen Text einfach nur schnell überfliegen und dabei fast alle Inhalte behalten – die Zeitersparnis für Schüler und Studis wäre enorm. Wer über Techniken wie das Scanning, bei dem man den Text slalom-artig überfliegt, verfügt, merkt sich wesentlich mehr in viel weniger Zeit. Doch selbst wer diese Kniffe beherrscht, muss dran bleiben: Ohne fleißiges Üben verfliegt die Schnelligkeit, die vor allem Gewohnheitssache ist. Verschiedene Methoden zum ‘Speed Reading’ stellt der Spiegel vor. Ein ganzes Buch in einer Stunde zu verschlingen und inhaltlich zu verstehen, damit lockt die Überschrift eines Zeit Artikels. Doch so verlockend das klingt, es ist gar nicht so einfach, diesen Mut zur Lücke zu haben. Denn durch die ungewohnte Art des Lesens empfindet man subjektiv oft die Angst, wichtige inhaltliche Aspekte schlichtweg zu übersehen. Einen weiteren Punkt lässt der Hype rund um das schnelle Lesen außer Acht: Wer in seiner Freizeit entspannt ein gutes Buch genießt, möchte es selten dreimal so schnell durchgelesen haben.


Dec 18

Social Media wird oft mit dem Begriff ‘Soziale Medien’ übersetzt. Doch Google Plus oder Pinterest haben laut einem Post des Social Media Magazins eher wenig mit dem Begriff ‘sozial’ zu tun. Denn in Deutschland wird das Wort häufig in seiner Bedeutung ‘gemeinnützig’ verstanden und so mit Hartz IV oder Sozialismus assoziiert statt mit Online-Netzwerken, die der menschlichen Kommunikation dienen. Obwohl dem Internet oft unterstellt wird Kinder und Jugendliche zu Stubenhockern zu machen, hat es mit Social Media eigentlich das Gegenteil dieser Befürchtung erreicht: Facebook, Twitter, Instragram oder Tumblr sind Plattformen, die vom regen menschlichen Austausch in Form von Gedanken, Gesprächen, gemeinsamen Aktionen und Fotos leben. Hier schließt sich auch die Vorstellung an, dass das Web aus der Welt ein globales Dorf macht: Statt Individuen zu isolieren, bestehen noch mehr Möglichkeiten, mit Menschen auf der ganzen Welt in Verbindung zu treten. Ein Dorf ist eine kleine Gemeinschaft. Das hat also mit den ersten Assoziationen zum Wort ‘sozial’ wenig zu tun. Vielleicht sollte man das englische ‘social’ also lieber mit gesellschaftlich übersetzen, um den Brücken, die Social Media baut, Tribut zu zollen.


Dec 17

Ein ausländischer Film kann nicht nur aufgrund einer spannenden Geschichte, überzeugender Darsteller oder faszinierender Schauplätze ein echtes Erlebnis sein, er kann einen tollen Effekt beim Sprachenlernen haben – vorausgesetzt man sieht ihn in der Landessprache. Ein Spiegel Online Artikel beschäftigt sich genau damit, nämlich dass fremdsprachige Filme plus Untertitel eine echte Bereicherung sein können. Vor allem wenn das nötige Kleingeld fehlt, um die Länder selbst zu bereisen, deren Sprache man gerade lernt, ist dies eine gute Alternative, um seine Sprachkenntnisse zu testen und zu erweitern. Einen Film anzusehen, dabei den Muttersprachlern zuzuhören und sich zeitgleich mit Hilfe von Untertiteln zu überprüfen, ermöglicht durch die Kombination aus Hören und Sehen einen doppelten Lerneffekt. Und dank der Pausentaste kann man beim Schauen einer DVD direkt innehalten, um sich neue Vokabeln zu notieren oder in BRAINYOO eine neue Karteikarte zu erstellen. Das Lernen wird somit doch auch gleich viel unterhaltsamer. Wem die Geduld für einen ganzen Film fehlt, für den könnte die Seite Learn English Through Movies das Richtige sein. Sie bietet englische Trailer mit einem anschließenden Quiz.


Dec 04

Pisa ist nicht nur eine Stadt in der Toskana, sondern auch eine medial gehypte Schulleistungsuntersuchung, bei der alle drei Jahre Schüler auf der ganzen Welt in ihrem Wissen miteinander verglichen werden – in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt Mathematik. Das Echo in der deutschen Medienlandschaft ist wieder einmal enorm und heizt erneut die Diskussion rund um das Bildungssystem und seine Tücken an. So bedauert Focus Online, dass deutsche Schüler wieder nur Mittelmaß seien. Der Tagesspiegel betont bei einem Überblick über bisherige Pisa-Ergebnisse, wie groß der Unterschied zum Sieger Schanghai war. Und die Süddeutsche beginnt ihren Artikel mit den Worten „Deutschland zittert mal wieder“. Mit meist asiatischen Siegern und Deutschlands lediglich im mittelmäßigen Platz des Rankings, wird die Qualität deutscher Bildung anlässlich jeder Pisa-Studie erneut in Frage gestellt. Scheint, als sei die Idee von Chancengleichheit für alle Schüler auf die schiefe Bahn geraten.


Nov 27

So viel Wissen wie möglich an einem Ort – das ist die Idee hinter einer Bibliothek. Im digitalen Zeitalter ist das nicht länger nur ein Gebäude mit vielen Büchern, sondern auch eine Website, wie die Deutsche Digitale Bibliothek. Dort soll man das Kulturerbe Deutschlands finden, aber nicht nur Print, sondern Kunst und Kultur in all seinen Formen. Ob eine Skulptur, Noten oder ein Museumsrundgang – all das soll dort möglich ein, so der Spiegel. Auch bei BRAINYOO gibt es einen Ort, an dem alles Wissen versammelt ist: Die Karteikarten und der persönliche Lernstand befinden sich nämlich in der Cloud und können dort jederzeit zum online Lernen abgerufen werden, z.B. in der Karteikarten App oder in der Webversion des Vokabeltrainers. So ist das digitale Wissen überall auf der Welt verfügbar.


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