May 22

Bisher war in der Debatte um Arbeitsbedingungen in unserer digitalisierten Welt mit ständiger Erreichbarkeit immer die Rede von Burn-Out, als Folge von zu viel Stress, zu viel Arbeit und zu wenig Privatleben. Was wäre aber, wenn man gestresst ist, eben weil man durch zu geringe Anforderungen unglücklich am Arbeitsplatz ist?\r\n\r\nEin Mitarbeiter, der nur etwa dreiviertel seiner eigentlichen Energie für die Arbeit aufwendet – das lässt Personalleiter aufhorchen. Laut einer Studie der puls Marktforschung GmbH ist dies allerdings keine Ausnahme sondern vielmehr die Regel. Dabei liegt das nicht etwa an demotivierten Mitarbeitern, sondern schlichtweg daran, dass sich viele in ihrem Job unterfordert fühlen und sich  mehr Feedback wünschen. Und dieses Phänomen hat auch bereits einen Namen: Bore-out. Menschen mit Bore-out fühlen sich schlecht, werden sogar krank von dem Zuviel an Langeweile.\r\n\r\nDementsprechend wäre die Lösung für Bore-out nicht wie beim Burn-Out die Auszeit, sondern die generelle Veränderung der Arbeit, so ein Artikel der Welt. Der Bericht hält dazu an, künftig auch gesundheitliche und psychologische Faktoren mehr in die Personal- und Unternehmensführung einfließen zu lassen. Damit es in Firmen eben nicht nur darum geht, Mitarbeiter zu finden, die immer Vollgas geben, sondern auch darum, ein positives, abwechslungsreiches und forderndes Arbeitsklima zu schaffen, von dem Unternehmen wie auch Angestellte profitieren.


 

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