May 15

In den meisten Disziplinen wird Studenten im Laufe ihres Studiums klar: Die Chancen nur mit dem Bachelorabschluss in Kunstgeschichte, Germanistik, Medienwissenschaft & Co den Einstieg ins Berufsleben zu schaffen, sind sehr gering. Es fehlt an praktischer Erfahrung. Also verbringt man die Semesterferien mit Praktika, teils als Pflichtpraktikum fürs Studium, teils aus Eigeninitiative mit motivierter Neugierde oder aus Sorge um die Zeit nach dem Studium. Meist möchten die Unternehmen Praktikanten nur für einen längeren Zeitraum beschäftigen, weshalb viele erst nach dem Studium ein sechsmonatiges oder sogar längeres Praktikum absolvieren. Die Bezahlung, ob während oder direkt nach dem Studium sieht dabei nicht immer rosig aus. Doch das was sich viele Praktis diesbezüglich wünschen und was Arbeitsministerin Andrea Nahles mit einem Mindestlohn für Praktika plant – mehr Geld nämlich – hat leider auch seine Schattenseiten. Sicher, den wirklich ausbeuterischen Praktikantenstellen würde endlich der Garaus gemacht, aber deutlich teurere  Praktikanten könnten sich dann auch nur noch die größeren Unternehmen leisten. Dies würde letztlich zu weniger offenen Praktikantenstellen führen. Kleine Unternehmen und Start-Ups, die für junge Berufseinsteiger häufig ein besonders spannendes Arbeitsumfeld bieten und sogar einen Berufseinstieg bedeuten können, könnten schlichtweg keine Praktikantenstellen mehr anbieten. Ein zweischneidiges Schwert also, die Forderung nach mehr Moneten. Was wiegt letztlich schwerer: Die Erfahrungen, die man als Praktikant in einem spannenden Unternehmen sammelt, oder ein hohes Gehalt? Mehr dazu hier.


 

Leave a Reply

preload preload preload